In Corona-Zeiten: was Du jetzt für Dich tun kannst

Jetzt denkst Du bestimmt: „Wer? Ich? Etwas für mich tun? Wann denn das noch bitte?“

Doch gerade in der aktuellen Situation, wo alles nur so auf Dich einzuströmen scheint. In den Zeiten, wo Du plötzlich neben Pflegender oder Pflegendem auch noch LehrerIn, TherapeutIn und KrisenmanagerIn bist. Gerade JETZT ist es umso wichtiger, dass Du auf Dich gut achtgibst. Denn nur wenn es Dir gut geht (im Rahmen der Möglichkeiten), dann kann es auch Deiner Familie gut gehen.

Es ist utopisch zu glauben, Du hättest aktuell große Zeitfenster. Mit einem schwer behinderten Kind kann man nicht gut über Freiräume verhandeln. Seine Bedürfnisse lassen sich meist schlecht noch eine Viertelstunde nach hinten verhandeln – gegen etwas zusätzliche Fernsehzeit oder ein Eis. Versuche also, die kleinen Momente, die sich auftun, für Dich zu nutzen – und das ganz bewusst. Oder teile Dich mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin bei der Versorgung des Kindes und gegebenenfalls der Geschwister gut ein. Dabei solltet Ihr aber darauf achten, dass der andere in der „freien Zeit“ auch wirklich einmal frei und somit Zeit nur für sich hat. Das ist kein Luxus! Das ist eine Überlebensstrategie!

Was kannst Du also in kurzen Zeitfenstern Gutes für Dich tun?

  • Mach Dir einen Kaffee in Deiner Lieblingstasse und nimm Dir 5-10 Minuten, ihn in Ruhe zu genießen. Tee geht auch.
  • Rufe eine Freundin oder einen Freund an und sprich mit ihm oder ihr über etwas, das nichts mit Betreuung oder Pflege zu tun hat.
  • Koch mal nicht selbst, sondern lass Euch etwas kommen. Damit unterstützt Du übrigens auch die lokalen Restaurants. Also doppelt Gutes getan!
  • Iss mal in Ruhe zuende. Bleib noch kurz sitzen, wenn Du Deinem Kind beim Essen assistiert hast und auch alle anderen schon aufgesprungen sind und genieße eine Mahlzeit.
  • Mach das Fester auf und atme mehrmals (mind. 10 Mal) tief ein und aus. Dabei sage Dir, dass dieser Wahnsinn vorüber gehen wird. Bald ist es vorbei! Stell Dir doch mal vor, was Du dann wieder alles machen kannst.
  • Schreibe diese Pläne auf.
  • Baue kleine Meditationen in Deinen Alltag ein. Es gibt Apps, die Dich dabei anleiten, wenn Du noch keine Vorerfahrung hast.
  • Geh mal früher schlafen. Der Haushalt kann warten, denn mit Besuch ist gerade ohnehin nicht zu rechnen und Deine Nacht wird vielleicht mehrmals unterbrochen.
  • Mach Dir bewusst, was Du jeden Tag leistest. Sei stolz auf Dich! Keiner kann so gut für Deine Familie da sein wie Du!

Schreib uns gern, was Dir aktuell besonders gut tut.
#sonnenstrahlgegencorona

Ein Gedanke zu „In Corona-Zeiten: was Du jetzt für Dich tun kannst

  1. Anja Kurztusch

    Mann, Leute, echt! Ich musste grad so losheulen, als ich euren Beitrag gelesen hab. So schön. Danke danke danke dafür. und bitte mehr davon. ihr macht mir Mut gerade.

    Antworten

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