Archiv der Kategorie: Inklusion

Vereinsgründung: T-Raeume leben in Delmenhorst

Eine willkommen und offene Welt. Eine Welt, in der jeder Mensch, die Möglichkeiten erhält, die er oder sie braucht, um ein selbstbestimmtes, freies und sozial intaktes Leben führen zu können. Von so einer Welt träumten die Gründer des Vereins T-Raeume leben aus Delmenhorst. Immer wieder erlebten sie. wie gesunde Kinder an Sportaktivitäten teilnehmen oder in den Sommerferien, Ferienangebote in Anspruch nehmen. Und gleichzeitig stimmte es sie traurig, dass ihre besonderen Kinder diese Möglichkeiten nicht haben.

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Ein wenig verrückt muss man sein…

Ganz schön wild ging es zu bei unserem Familiennachmittag mit Speedboattour am 24.06.2019 in Frankfurt Schwanheim.

Rund 80 Personen picknickten mit uns unter den alten Lindenbaumen am Ufer und starteten mit unseren Partnern „Wings for Handicapped“ und dem LVKM Hessen zu Speedboat-Touren mit der ganzen Familie auf dem Main.

Ein paar Eindrücke und Stimmen haben wir in einem kleinen Film festgehalten.

Wings for handicapped e.V. wurde im April 2000 von Jörg Leonhardt gegründet, der seit seinem 18. Lebensjahr querschnittgelähmt ist. Seine Aktivitäten machen deutlich, dass man auch mit einer Behinderung seine Träume verwirklichen kann. Seit 2004 sticht Wings for handicapped e.V. mit der Hoppetosse in See und zeigen, dass Kinder – behindert wie nicht-behindert – Grenzen überwinden können, wenn man ihnen nur die Möglichkeit dazu gibt.

Alle Familienmitglieder konnten gemeinsam mit dem Boot fahren. Denn die Fahrten sind explizit für Menschen mit schwerer Behinderung konzipiert. Das Boot ist entsprechend ausgestattet. Eine Gaudi für groß und klein – und Teilhabe pur. Auch für Kinder mit komplexer Mehrfachbehinderung.

Frühlingsfest Projekt WIR

Richtig schön war es heute auf unserem gemeinsamen Frühlingsfest im Projekt WIR bei der Lebenshilfe Frankfurt. Strahlendes Wetter, strahlende Gesichter, buntes Treiben.
Unter dem Motto „Den Kinderbuchklassiker ‚Wo die wilden Kerle wohnen‘ inklusiv mit allen Sinnen erleben“ haben Nadine, Verena, Sophie und Stephan ein tolles Mitmach-Angebot für Groß und Klein gestaltet… und hatten viel Spaß dabei. Seht selbst…

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Die Kinder der Utopie

Sechs junge Erwachsene schauen zurück auf ihre gemeinsame Grundschulzeit in einer Inklusionsklasse. Sie reflektieren ihre Erlebnisse und Erfahrungen – und blicken in die Zukunft. Ein berührender und ehrlicher Dokumentarfilm von Hubertus Siegert.

AKTIONSABEND am 15. MAI
DIE KINDER DER UTOPIE: ein Film – ein einziger Kinoabend in ganz Deutschland – viele Gespräche über Inklusion. 18.000 Leute haben schon zugesagt. 1.000 Freiwillige wollen zum Gelingen beitragen. Seid Ihr auch dabei?

Vielleicht in einem anderen Leben…

von Marcella Becker

Habt ihr Lust mit ins Eiskaffee zu kommen? Ja, sehr gerne. Das wünsche ich mir. Nein, leider können wir nicht. Das sage ich. Vielleicht in einem anderen Leben. Das denke ich.

Wenn uns Freunde/Bekannte mit gesunden Kindern fragen, ob wir sie begleiten möchten, ins Kino, zu Veranstaltungen, zum Fasching, zum Campingausflug, ins Kaffee oder einfach mal zu Ikea, dann ist meine Antwort meistens Nein. In meinem Kopf sammeln sich die Gedanken und festigen sich immer wieder zu einer Aussage: Vielleicht in einem anderen Leben. (Ich stelle mir vor, wie die Reaktionen wären, wenn diese Aussage nicht nur in meinem Kopf bleiben würde, sondern laut und ganz überzeugend ausgesprochen wird: Nein, danke der Nachfrage aber heute können wir leider nicht. Vielleicht in einem anderen Leben? Wie bitte? Äh, okay…) Ich muss an dieser Stelle betonen, dass Evan und ich wirklich tolle Freude haben. Die einiges für uns in Kauf nehmen, damit wir dabei sein können. Einsame Waldspaziergänge, die entlegenste Spielplätze, die kuriosesten Schwimmuhrzeiten, geopferte Bratpfannen und Fliegenklatschen, stundenlange Staubsaugergeräusche – das sind noch die harmlosesten Opfer. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle.

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Anders und doch normal: Stuhlkreis

von Marcella Becker

Liebe Philip Julius Leser,

Manchmal bleiben Sitzplätze in unserem Leben leer. Egal wie gern wir sie besetzen möchten. Vielleicht aus einem guten Grund, vielleicht aber auch einfach nur so. Diese Sitzplätze sind oft Stellvertreter in unserem Leben, zumindest in meinem Leben. In meinem Fall sind es die Erwartungen. Überall lauern sie. Mal ganz offensichtlich, mal versteckt. Gerade zu der Weihnachtszeit kann ich diese gut spüren. Ehrlich gesagt springen sie mich regelrecht an und kleben an mir. Egal wie sehr ich mich schüttel, sie kleben und kleben. So marschiere ich dann in die Weihnachtszeit – voll mit Erwartungen. Das kann ja nur schiefgehen. Und was soll ich sagen? So ist es auch. Ich habe so viele Erwartungen an mich und an das Fest, dass ich im Vorfeld schon sicher bin, dass diese nicht im Geringsten erfüllt werden können. In die Kirche gehen (das mache ich nicht nur an Weihnachten gerne), in Ruhe und mit einer Gelassenheit das Fest genießen, Freunde und Familien besuchen. All das sind Dinge, die ich nicht nur an Weihnachten aber ganz besonders am 24., 25, und 26. Dezember machen würde. Viele dieser Erwartungen gehen nicht in Erfüllung – das liegt zum einen an Evans Besonderheiten und zum anderen an der Tatsache, dass das Leben nicht immer so mitspielt, wie ich es gerne hätte. Weiterlesen

Ein Kind ohne Vorzeige-Behinderung

von Marcella Becker

Ich glaube weder an Schubladen noch an Klassen. Aber manchmal lehrt einem das Leben etwas anderes. Was macht man, wenn man kein Kind mit einer Vorzeige-Behinderung hat? Was macht man, wenn das eigene Kind nicht von der beliebtesten Cheerleaderin zum Prom eingeladen wird oder kein Football Star ist, der am Ende des Spieles die Möglichkeit zu einem Touchdown erhält?

“Das ist aber eine niedliche Behinderung” – Diesen Satz habe ich schon oft gehört. Glauben Sie nicht? Das kann ich mir vorstellen, aber es stimmt! Zwar nicht bei Evan aber bei anderen besonderen Kindern. Es scheint eine Klassengesellschaft der Behinderung zu geben. Die Behinderung oder besser gesagt die Behinderten scheinen in verschiedene Gruppen aufgeteilt zu sein. Die Gruppen, die ich bis jetzt entdeckt habe, sind: Die niedlichen Behinderten, die zutiefst mitleiderregenden Behinderten und die schrecklichen Behinderten zu der auch die Untergruppe „die sehen ja komplett gesund aus und sind nur falsch erzogen“ Behinderten gehören. Zu dieser Gruppe scheinen wir zu gehören.  Weiterlesen

„Die Schulsuche für unsere behinderte Tochter hat mir das Herz gebrochen“

Mit ihrem Buch „Lotta Wundertüte“ hat Sandra Roth einen Bestseller gelandet, der viele Leser tief berührt hat.

Nun hat die sympathische Kölnerin ein neues Buch geschrieben: „Lotta Schultüte – mit dem Rollstuhl ins Klassenzimmer“, in dem es um die Mühen geht, die mit der Schulwahl für ihre Tochter Lotta einhergehen. Hier ein Interview mit Focus Online.

Einladung zur Geburtstags- und Weihnachtsparty

Liebe Freunde und Förderer,
liebe Familien,
fünfter Geburtstag, wir finden, das ist Grund zu feiern. Pop Sängerin Aly Ryan kommt aus Los Angeles und wird für uns ihre aktuellen Hits singen. Es ist ihr erstes Deutschland Konzert und es wird sicher nicht ihr letztes: Aly hat sich für die deutsche Vorauswahl im Eurovision Song Contest qualifiziert. Als Philips jüngere Schwester ist ihr der Philip Julius Verein natürlich eine Herzensangelegenheit!
Doch damit nicht genug. Auch Schauspieler Jens Hajek, bekannt als Bösewicht aus der RTL Serie „Unter uns“ wird auftreten, diesmal wird er uns mit Charme und Witz durch eine ganz besondere Versteigerung führen, bei der die Gäste – soviel sei verraten – mit viel Spaß überbieten dürfen. Lassen Sie sich überraschen.
Bereits am Nachmittag starten wir unsere Feier mit Opernsängerin Vera Tychkova, die mit Kindern Weihnachtslieder singen wird. Das Programm ist speziell für unsere Familien und befreundete Vereine / Organisationen konzipiert.
Und, last but not least: Anlässlich unseres Jubiläums eröffnet Fotograf Stefan Mantel seine Foto-Ausstellung mit ganz besonderen Momentaufnahmen aus dem Alltag schwerstbehinderter Kinder. Fotos, die berühren und mehr sagen als Worte, finden wir.
Also: Am besten gleich Plätze reservieren!
Wer mag, kann auch einen Tisch für die gesamte Familie reservieren, Teenager sind uns herzlich willkommen. Oder wie wäre es, Freunde oder Geschäftspartner einzuladen?
Dresscode: Come as you are
Wir freuen uns auf Sie als unsere Gäste,
Ihr Team des Philip Julius e.V.

Venue:

Dorint Hotel Oberursel 
Königsteiner Str. 29
61440 Oberursel

Das Nachmittagsprogramm ist kostenfrei. Ein Ticket für das Abendprogramm kostet 85,00 Euro und beinhaltet den Eintritt, ein hochwertiges 3-Gänge-Menue (Buffet) inkl. Getränken (Begrüßungssekt, Wein, Bier, nicht-alkoholische Getränke, Kaffee und Tee) und eine Sockelspende an den Philip Julius Verein.