Archiv der Kategorie: Gesetzliche Regelungen

Angehörigenentlastungsgesetz // Bundestagsdebatte am 27.09.2019

Der Bundestag hat am 27. September 2019 erstmals über das Angehörigen-Entlastungsgesetz in einer einstündigen Debatte beraten. Mit dem Gesetz sollen Kinder und Eltern, die gegenüber Leistungsbeziehern nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) unterhaltsverpflichtet sind, künftig entlastet werden, in dem die Unterhaltsheranziehung von Eltern und Kindern mit einem jeweiligen Jahresbruttoeinkommen von bis zu 100.000 Euro in der Sozialhilfe ausgeschlossen werden soll. Des Weiteren soll u.a.

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Stellungnahme RISG

Wir begrüßen, dass die Bundesregierung mit dem neuen RISG (Reha-und Intensivpflege-Stärkungsgesetz) das Leistungsrecht zur medizinischen Rehabilitation und zur außerklinischen Intensivpflege neu regeln möchte. Diese Reform fördert den Gedanken der Rehabilitation und sieht vor, die Eigenbeiträge bei stationären Pflegeaufenthalten zu senken. Damit wird deutlich, dass es für Menschen, die auf außerklinische Intensivpflege angewiesen sind, kein Kriterium ist, dass die Versorgung zuhause günstiger wäre als in einem Heim. Damit wird sicherlich erreicht, dass die ‚Betroffenen‘ sich frei von finanziellen Erwägungen für die bestmögliche Versorgung entscheiden können.

Den aktuellen Referentenentwurf halten wir allerdings für ungeeignet, dieses Ziel zu erreichen. Vielmehr stellt der Entwurf in wichtigen Teilen einen Rückschritt dar. Aus unserer Sicht werden wichtige Kriterien zur Sicherung des Wohles von Menschen, ganz besonders jedoch von Familien mit schwer erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht beachtet.

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Öffentliche Petition für schwer erkrankte Kinder und Jugendliche

Das Überleben von anhaltend schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen ist durch den Pflegekräftemangel zunehmend gefährdet. Eltern, deren Kinder zuhause ambulant gepflegt werden, müssen in steigendem Maße die fehlenden Fachkräfte ersetzen, um die Versorgung ihrer Kinder zu gewährleisten. Das ist nicht leistbar und führt in wachsendem Umfang zu unzumutbaren Belastungen der Familien.
Die Bundesregierung hat in dem Bemühen, die Situation der Pflege zu verbessern zum 1. Januar 2019 ein Gesetz erlassen, das jedoch die Situation der häuslichen Intensivpflege noch erheblich verschlechtert.

Um auf den existenzbedrohenden Zustand der häuslichen Intensivpflege hinzuweisen, haben daher betroffene Familien zusammen mit gemeinnützigen Pflegediensten eine Online-Petition beim Deutschen Bundestag gestartet. Die Mitzeichnung der öffentlichen Petition Nr. 94361 ist bis zum 01. Juli 2019 möglich unter:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_05/_02/Petition_94361.nc.html

Wir bitten Sie im Interesse der schwer erkrankten Kinder und Jugendlichen die Petition durch Ihre Mitzeichnung zu unterstützen. Über eine Weiterleitung unseres Anliegens an einen möglichst breiten Unterstützerkreis würden wir uns sehr freuen.

Welchen Wert hat ein sterbendes Kind?

Anlässlich des heutigen Weltgesundheitstages machen die Mitgliedsorganisationen des  Bundesverbandes Kinderhospiz auf die schlechte Versorgungslage in der Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen aufmerksam.

Weltweit gibt es mehr als 21 Millionen Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen. Vor allem in den ärmeren Regionen der Welt, wo beispielsweise auch AIDS Erkrankungen noch tödlich sind, müssen schwerstkranke Kinder und ihre Familien völlig ohne Unterstützung auskommen. „Ich bin zutiefst schockiert, dass es immer noch viele Kinder gibt, die sogar ohne Schmerzmittel den schweren Weg dem Tod entgegen gehen müssen“, sagt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des deutschen Bundesverbands Kinderhospiz und Vorsitzende des internationalen Netzwerkes für die Palliativversorgung von Kindern ICPCN. Weiterlesen

Elternberatungsstelle des Philip Julius ab sofort verfügbar

Suchen Sie als Eltern oder Angehörige eines schwerstbehinderten oder schwerkranken Kindes eine Anlaufstelle für die Sorgen und Nöte Ihres Alltags? Suchen Sie nicht weiter!

Ab sofort bieten wir Ihnen mit unserer Elternberatungsstelle ein offenes Ohr für genau diese Situationen. Und nicht nur das – auch tatkräftige Unterstützung…

Neugierig geworden? Mehr erfahren.

Navigation durch den Hilfsmitteldschungel

Nach dem Praxisratgeber Pflegeversicherung veröffentlichten André Wieprecht und Annett Wieprecht-Kotzsch jüngst ihr zweites Buch: die Hilfsmittelfibel.

Die Hilfsmittelfibel ist ein Standardwerk für jeden, der ein Hilfsmittel benötigt und der wissen möchte, wie er es bekommen kann. Das Buch unterstützt Angehörige, Eltern von Babys, Kindern und Jugendlichen sowie Mediziner und im medizinischen oder sozialen Bereich tätige Menschen bei Fragen rund um die Hilfsmittelversorgung. Es vermittelt anschaulich und leicht verständlich das Wissen zur Versorgung mit einem Hilfsmittel und informiert unter anderem über

  • Was ist ein Hilfsmittel nach der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung?
  • Welche Kosten werden bei Brillen und Kontaktlinsen übernommen?
  • Welche einzelnen Schritte sind zur gewünschten Hilfsmittelversorgung notwendig?
  • Welchem Leistungsumfang und welchen Einschränkungen unterliegt die Hilfsmittelversorgung
  • Was versteht man unter dem neuen Behindertenbegriff nach dem Bundesteilhabegesetz und welche Nachteilsausgleiche gibt es?
  • Was muss beachtet werden, wenn ein Hilfsmittel für den Besuch der Kindertagesstätte bis zur Schule, Ausbildung und der Ausübung des Berufes benötigt wird?
  • Besteht ein Anspruch auf Hilfsmittel in einem Pflegeheim oder Wohnheim für behinderte Menschen?
  • Für welche Fälle der Hilfsmittelversorgung ist die gesetzliche Unfallversicherung zuständig?
  • Welchen Hilfsmittelanspruch haben Flüchtlinge und Asylbewerber?
  • Welche 11 wichtigsten Dinge sind bei einem Widerspruch und einer Klage zu beachten?

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Ärger mit Wiederholungsbegutachtungen

Ende letzten Jahres und auch in diesem noch jungen neuen Jahr hört man häufig von Eltern, dass bei deren Kindern eine Wiederholungsbegutachtung stattgefunden hat bzw. zeitnah stattfinden soll. Dabei haben die betreffenden Pflegekassen und der Medizinische Dienst wohl „übersehen“, dass Wiederholungsbegutachtungen zwischen dem 01.07.2016 und dem 31.12.2018 nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig sind. Weiterlesen

News Delphin Netzwerk Frühjahr 2017

Die Frühjahrs-Ausgabe der Zeitung des Delphin Netzwerks ist erschienen. Dieses Mal sind wir mit einem Beitrag über unseren Verein, unsere Projekte und exemplarisch den JungePflegeMonitor vertreten. Hier gehts zum eBook.

Ratgeber zur Pflegeversicherung

„Wir haben damals, als unser Sohn ein Baby war, vergebens nach einem solchen Buch mit Tipps besonders für pflegebedürftige Babys und Kinder gesucht. Deshalb haben wir jetzt einfach selbst ein Buch dazu geschrieben.“ Dr. André Wieprecht und Annett Wieprecht-Kotzsch, Eltern eines pflegebedürftigen Kindes, haben ein Buch über das Thema der Pflegeversicherung geschrieben. “Das WIE der Pflegeversicherung 2016 für Babys, Kinder und pflegebedürftige Erwachsene” (ISBN 978-3-7380-5722-5) wurde als Ebook veröffentlicht und steht ab sofort und bis zum 14.2.2016 kostenlos z.B. bei amazon.de, thalia.de, bol.de, buecher.de, iTunes oder im Google Play Store als Download zur Verfügung.