Archiv der Kategorie: Allgemein

„Erzähl doch mal… Evelyn!“

Evelyn, Max, sein kleiner Bruder Milan und Hündin Nala sind ein starkes Team. Seit der schwerstbehinderte Max jedoch auf Grund von Personalmangel nicht mehr in die Tagesförderung gehen kann und Evelyn deshalb ihren Beruf aufgeben musste um Max zuhause zu versorgen, ist die Familie auf eine harte Probe gestellt. Evelyn fühlt sich vom Staat allein gelassen.

Die Rubrik „Erzähl doch mal…!“ erscheint monatlich auf unserer Homepage und stellt jeweils eine Familie mit einem besonderen Kind vor. Hier werden individuelle Geschichten erzählt und Wünsche und Ziele geteilt, die alle in erster Linie eines tun sollen, nämlich Mut machen.  Weiterlesen

Campingurlaub für Schwerstbehinderte

Der mildtätige Verein MS-Mobil aus Langballig beschafft und vermietet behindertengerecht umgebaute, rollstuhlgeeignete Wohnmobile an schwerbehinderte Reiselustige. Im Interview gibt Gründer und Geschäftsführer Friedrich A. Engberding Einblick in die Arbeit des norddeutschen Vereins und stellt sich als neuer Partner im Philip Julius Netzwerk vor.

PJeV: Campingurlaub mit einem schwerstbehinderten Menschen? Geht das überhaupt?
Friedrich A. Engberding: Meine Frau war schwerstbehindert und pflegebedürftig. Wir haben fast nur Campingurlaub mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen gemacht. So mussten wir nicht aufwändig nach passenden Hotels suchen sondern hatten immer ein behindertengerechtes Wohnumfeld mit dabei. Weiterlesen

Atempause 2019 – jetzt für unsere Familienfreizeit anmelden

Vom 16. bis 22. September 2019

veranstalten wir auf dem Irmengard-Hof in Gstadt am Chiemsee eine Ferienfreizeit für Familien mit schwerstbehinderten Kindern (und deren Geschwister).

Wir freuen uns darauf, Ihnen eine Atempause zu verschaffen – für die ganze Familie! Geplant sind

Weiterlesen

Anders und doch normal: Stuhlkreis

von Marcella Becker

Liebe Philip Julius Leser,

Manchmal bleiben Sitzplätze in unserem Leben leer. Egal wie gern wir sie besetzen möchten. Vielleicht aus einem guten Grund, vielleicht aber auch einfach nur so. Diese Sitzplätze sind oft Stellvertreter in unserem Leben, zumindest in meinem Leben. In meinem Fall sind es die Erwartungen. Überall lauern sie. Mal ganz offensichtlich, mal versteckt. Gerade zu der Weihnachtszeit kann ich diese gut spüren. Ehrlich gesagt springen sie mich regelrecht an und kleben an mir. Egal wie sehr ich mich schüttel, sie kleben und kleben. So marschiere ich dann in die Weihnachtszeit – voll mit Erwartungen. Das kann ja nur schiefgehen. Und was soll ich sagen? So ist es auch. Ich habe so viele Erwartungen an mich und an das Fest, dass ich im Vorfeld schon sicher bin, dass diese nicht im Geringsten erfüllt werden können. In die Kirche gehen (das mache ich nicht nur an Weihnachten gerne), in Ruhe und mit einer Gelassenheit das Fest genießen, Freunde und Familien besuchen. All das sind Dinge, die ich nicht nur an Weihnachten aber ganz besonders am 24., 25, und 26. Dezember machen würde. Viele dieser Erwartungen gehen nicht in Erfüllung – das liegt zum einen an Evans Besonderheiten und zum anderen an der Tatsache, dass das Leben nicht immer so mitspielt, wie ich es gerne hätte. Weiterlesen

Kennt Ihr eigentlich den JungePflegeMonitor?

Kennt Ihr eigentlich schon unseren JungePflegeMonitor?
Unter www.jungepflegemonitor.de haben wir eine Plattform aufgebaut, auf der Ihr Wohn- und Pflegeeinrichtungen (vollstationär oder Kurzzeitpflege) für schwerstbehinderte junge Menschen suchen, finden und bewerten könnt.
Die Plattform lebt natürlich vom Austausch untereinander, daher freuen wir uns, wenn Ihr Eure Erfahrungen mit den vorgestellten Einrichtungen teilt. Hinterlasst gern Eure Kommentare.
Wenn Ihr uns Feedback zum Monitor selbst geben wollt, dann schreibt uns an info@philip-julius.de.

Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch

Liebe Freunde und Förderer,
liebe Familien,
unser fünfjähriges Vereinsjubiläum haben wir kurz vor Weihnachten im Dorint Hotel in Oberursel gefeiert und bei der unserer traditionellen Charity Auktion mehr als 20.000 Euro für unsere Projekte einsammeln können. Das war ein sehr schönes Ende eines erfolgreichen Jahres, bei dem wir einen großen Sprung nach vorn gemacht haben. Dank unserer großzügigen Spender und der Unterstützung der Aktion Mensch konnten wir im September acht Familien eine Atempause am Chiemsee ermöglichen. Außerdem ist unsere Beratungsstelle seit August eröffnet und hat sich bereits als Anlaufstelle für ganz individuelle Unterstützung etabliert. Wir haben zudem Projekte wie unsere Elternseminare, die Fotoausstellung „Wir sind Kinder!“ oder den Kinder-Lebens-Lauf realisieren können.

Zum Jahresausklang wollen wir deshalb Euch/Ihnen allen danke sagen – für die Unterstützung, großzügige Spenden und ganz viel Zuspruch. Wir haben uns für 2019 viel vorgenommen und werden Sie/Euch zeitnah dazu informieren.

Jetzt aber möchten wir Ihnen und Euch besinnliche Weihnachtstage wünschen und einen guten Start in ein glückliches Jahr 2019. Wir freuen uns auf gemeinsame Vorhaben und bereichernde Begegnungen im Neuen Jahr.

Mit herzlichem Gruß
Euere / Ihre
                 
      
Jörg Eigendorf                      Nadine Bauer
Vorstand                               Geschäftsführerin

Ein Kind ohne Vorzeige-Behinderung

von Marcella Becker

Ich glaube weder an Schubladen noch an Klassen. Aber manchmal lehrt einem das Leben etwas anderes. Was macht man, wenn man kein Kind mit einer Vorzeige-Behinderung hat? Was macht man, wenn das eigene Kind nicht von der beliebtesten Cheerleaderin zum Prom eingeladen wird oder kein Football Star ist, der am Ende des Spieles die Möglichkeit zu einem Touchdown erhält?

“Das ist aber eine niedliche Behinderung” – Diesen Satz habe ich schon oft gehört. Glauben Sie nicht? Das kann ich mir vorstellen, aber es stimmt! Zwar nicht bei Evan aber bei anderen besonderen Kindern. Es scheint eine Klassengesellschaft der Behinderung zu geben. Die Behinderung oder besser gesagt die Behinderten scheinen in verschiedene Gruppen aufgeteilt zu sein. Die Gruppen, die ich bis jetzt entdeckt habe, sind: Die niedlichen Behinderten, die zutiefst mitleiderregenden Behinderten und die schrecklichen Behinderten zu der auch die Untergruppe „die sehen ja komplett gesund aus und sind nur falsch erzogen“ Behinderten gehören. Zu dieser Gruppe scheinen wir zu gehören.  Weiterlesen