Warum Ihr genau jetzt einen höheren Pflegegrad beantragen solltet

Zum Schutz für Pflegebedürftige und ihre Pflegenden hat der Gesetzgeber erlassen, dass der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) bis auf Weiteres keine Begutachtungen vor Ort durchführen darf. Die Einstufungen und Höherstufungen im Pflegegrad erfolgen nach Aktenlage.

Viele glauben, dass sie daher aktuell keine Einstufung oder Höherstufung beantragen können, aber das ist falsch. Gerade jetzt solltet Ihr einen Antrag stellen.

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Vorabinformationen: mögliche weitere Öffnung ambulanter Leistungen und Leistungen in Tagesstätten / Werkstätten zum 25.05.

In einigen Bundesländern wird aktuell an der weiteren Öffnung ambulanter Leistungen und der Leistungen in Werkstätten und Tagesstätten gearbeitet.

Für Hessen ist eine Öffnung zum 25. Mai 2020 geplant.

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Einrichtungen in Zeiten von Corona: Der Neue Kupferhof

Wie erleben unsere Einrichtungs-Partner die Krise? Vor welchen Herausforderungen stehen sie? An was fehlt es? Und wie verändert sich ihr Angebot?
Sophie Schwartz steht im engen Kontakt mit Wohn- und Pflegeeinrichtungen für schwerstmehrfachbehinderte Menschen und dokumentiert hier ihre Gespräche und Einblicke für Euch. Letzte Woche hat sie Steffen Schumann und Andrea Jaap von Hände für Kinder gesprochen. Hände für Kinder betreibt den Neuen Kupferhof in Hamburg und ist ein langjähriger Partner von Philip Julius.

Wie betrifft Euch die aktuelle Situation?
Das Corona-Virus hat auch im Neuen Kupferhof das Leben komplett auf den Kopf gestellt. Durch einen akuten Fall im Team mussten wir das Haus im März von heute auf morgen komplett schließen. Nach „unserer“ Quarantäne kam dann die allgemeine Schließung aller Schulen und Kindergärten, so dass der Neue Kupferhof wochenlang ohne Gastfamilien war. 

Vielen Familien konnten wir in dieser Zeit leider nicht die Entlastung bieten, auf die sie sich eingestellt hatten. Wir standen ohne Arbeit da, konnten nicht helfen und wissen derzeit auch noch nicht wirklich, wie wir die finanziellen Ausfälle dieser Krise werden kompensieren können. Aber Anfang Mai durften die ersten Gastkinder wieder anreisen, das freut uns sehr!

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Akuthilfe für pflegende Angehörige beschlossen

Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf soll bis Ende September vereinfacht werden. Angehörige, die Pflegebedürftige in der Corona-Krise zu Hause betreuen und zugleich erwerbstätig sind, werden so besser unterstützt. 

Die notwendigen gesetzlichen Anpassungen hat der Deutsche Bundestag mit dem „Zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ gestern (14.05.2020) verabschiedet.

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Aktuelle Informationen zum Corona-Virus

Liebe Familien, 
Covid-19 stellt Familien mit schwerstbehinderten Kindern vor besondere Herausforderungen. Wir werden Euch hier Informationen bieten, Hilfestellung leisten und Euch ständig aktualisiert unsere Einschätzungen zur Lage vermitteln.
Das Büro des Philip Julius e.V. ist täglich von 9:00 bis 16:00 Uhr unter 06101/98 90 77 0 erreichbar. Schickt uns Eure Fragen gerne auch per Email an info@philip-julius.de. Wir versuchen so schnell wie möglich Antworten zu finden. 
Wir sind bereits im Austausch mit Fachreferenten der Sozialverbände, mit dem hessischen Sozialministerium sowie dem Gesundheitsamt des Wetteraukreises. 

In unserer neuen Rubrik „Ihr fragt – wir antworten“ versuchen wir Antworten auf die wichtigsten Fragen zu bieten, die Ihr uns schickt. Wir sprechen dazu mit Experten. Alle Fragen und Antworten findest Du indem Du auf „weiterlesen“ klickst.

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Wir trauern um Natalija Kalinina

von Jörg und Katrin Eigendorf

Es ist einer der Segnungen im Leben mit einem sehr schwer behinderten Kind, dass man im Laufe der Zeit ganz besondere Menschen kennenlernt – Menschen, die man so vermutlich nicht kennengelernt hätte. Ein ganz besonderer dieser besonderen Menschen war Natalija Kalinina – kurz Natascha. Wir haben sie im Sommer 1993 kennengelernt,  als wir als Journalisten nach Moskau gingen. Schnell war uns damals klar, dass wir unsere Zeit besser damit verbringen, Artikel zu schreiben, während Natascha unseren Haushalt managte – einschließlich unseres Hundes Stipe und der elf Umzüge im ersten Jahr in Moskau.

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Einrichtungen in Zeiten von Corona: Bärenfamilie GmbH

Wie erleben unsere Einrichtungs-Partner die Krise? Vor welchen Herausforderungen stehen sie? An was fehlt es? Und wie verändert sich ihr Angebot?
Sophie Schwartz steht im engen Kontakt mit Wohn- und Pflegeeinrichtungen für schwerstmehrfachbehinderte Menschen und dokumentiert hier ihre Gespräche und Einblicke für Euch. Heute hat sie Anja Boutbel von der Bärenfamilie GmbH befragt.

PJeV: Wie betrifft Sie die aktuelle Situation?
Anja Boutbel: Die Corona Pandemie ist für uns alle eine sehr große Herausforderung. Dennoch war die Bärenfamilie gut vorbereitet. Wir waren immer einen Schritt schneller als die Politik und so konnten wir mit Bedacht auf die jeweilige neue Situation reagieren.
Ein großer Einschnitt sind natürlich die kompletten Besuchsverbote, die wegfallenden Gruppenangebote und Ausflüge, das was uns einfach ausmacht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sehr bemüht, in den Einrichtungen diesen Einschnitt durch Alternativprogramme aufzufangen.

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Offener Brief an das Hessische Ministerium für Soziales und Integration

Familien mit schwerstbehinderten Kindern finden im politischen und öffentlichen Diskurs im Rahmen der Corona-Pandemie nicht statt. Ihnen geben wir eine Stimme und wenden uns in einem offenen Brief an Kai Klose, den Hessischen Minister für Soziales und Integration. Das Schreiben verbinden wir mit konkreten politischen Forderungen.

Offener Brief an den Hessischen Sozialminister Kai Klose

Statement von Marco Hörmeyer „Die Rufe der Unerhörten“

Das Statement von Marco Hörmeyer als Audio.

Amelie © Hermann Pentermann

Die Rufe der Unerhörten

von Marco Hörmeyer

In Krisenzeiten gibt es ein ungeschriebenes Naturgesetz: Wer die mächtigste Stimme hat, am lautesten schreit und nach Hilfe ruft, der wird auch gehört. Dieses Gesetz gilt in besonderem Maße in der derzeitigen Corona-Pandemie. Zum Leidwesen einer gar nicht mal so kleinen Gruppe: Eltern behinderter Kinder. Diese Gruppe macht gerade eine schmerzliche Erfahrung: So laut sie auch ruft und schreit – sie wird nicht wahrgenommen, fliegt unter dem öffentlichen Radar und bleibt unerhört. Eine bittere Erkenntnis, die zugleich nachdenklich macht und mir große Sorgen bereitet. 

(Der gesamte Beitrag als Audio)

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