Wenn ein Hund kommt, um Kindern zu helfen

DRK Therapiehundeteams besuchen pflegebedürftige Menschen mit Behinderungen, Kindergärten und Schulen.

„Der Kontakt zu Tieren wirkt sich positiv auf das Lebensgefühl und das Wohlbefinden aus.“, erläutert Birgit Skjeldal, Landesfachberaterin für Besuchs- und Therapiehunde beim DRK Landesverband Hessen. „Er ermöglicht es, ganz neue Wege der Therapie zu gehen und bietet den Besuchten die Möglichkeit

der direkten, ehrlichen Kommunikation. Durch den gezielten Einsatz unserer Hunde erreichen wir sehr positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten der besuchten Personen. Unsere Hunde schenken emotionale Nähe, Wärme und Geborgenheit. Ihre Zuwendung ist unbedingt und unmittelbar, nicht abhängig vom Geldbeutel, vom Bildungsstand oder vom Faktor Zeit.“

Die Einsatzorte der Hunde und ihrer menschlichen Begleiter sind vielfältig und so individuell wie die Tiere selbst. Kindergärten, Grundschulen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Seniorenheime. Mit jedem Einsatz eine neue Herausforderung für die Tiere und ihre menschlichen Begleiter. Jeder Hund hat, ebenso wie jeder Mensch, seine persönliche Vorlieben.

„Einige der Hunde“, erzählt Birgit Skjeldal, „arbeiten gern mit Kindern, andere lieber mit Senioren. Wir haben da ja auch unsere Vorlieben. Daher können sich die Teams ihre Einsatzorte auch selbst aussuchen.“

Allen Teams gemein ist jedoch, dass sie ehrenamtlich arbeiten, das heißt freiwillig und unentgeltlich. Dennoch werden sie intensiv auf ihre Einsätze vorbereitet. Nach bestandenem Eignungstest gehen die Hunde und zukünftigen Hundeführer in die 40 Unterrichtseinheiten umfassende Therapiehunde-Grundausbildung, die sowohl praktische als auch theoretische Inhalte vermitteln. Sie lernen viele verschiedene Therapieformen und Techniken kennen. Diese vertiefen sie dann in der Hospitationen bei erfahrenen Therapiehundeführern. Um das Wissen ständig aktuell zu halten, erfolgen schließlich nach der Abschlussprüfung regelmäßige Fortbildungen. Bei machen steht der Hund, bei anderen der Mensch im Vordergrund.

Die Einsätze der Therapiehunde dauern ca. eine Stunde und werden regelmäßig, ein- oder mehrmals pro Monat durchgeführt. Die meisten Einsätze sind unentgeltlich, größere Einrichtungen zahlen lediglich eine Aufwandsentschädigung.

Einrichtungen, die Interesse an Besuchen durch ein Therapiehundeteam haben, können sich beim zuständigen DRK Landes- oder Kreisverband über Angebote in ihrer Nähe informieren und direkt Kontakt mit den Therapiehundeteams aufnehmen.

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