Schirmherrschaft

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… – das war für mich bislang eine Funktion, die ich entweder mit hohen Politikern oder berühmten Sportlern in Verbindung gebracht habe.

Nun bin ich weder das Eine noch das Andere – und doch bin ich Schirmherr des Philip Julius e.V.

So sehr ich mich darauf freue, in dieser Funktion aktiv zu werden, so groß ist auch der Respekt vor der Aufgabe. Denn rückblickend muss ich gestehen, dass ich als Patenonkel von Philip nicht unbedingt eine glanzvolle Leistung abgeliefert habe. Ich hatte mehr von mir erwartet.

Die räumliche Distanz zu meinem Patensohn (erst Moskau, dann Oberursel) und mein „Nomadenleben“ als Schauspieler sind da sicher eine mögliche, aber dennoch nur schwache Entschuldigung.

Philip war kein Patensohn, bei dem man zum Geburtstag oder Weihnachten mit dem neusten Lego Set oder einer tollen Carrerabahn punkten konnte. Am Wochenende gemeinsam ins Fussballstadion gehen oder einen aufregenden Tag im Phantasialand verbringen? – nicht möglich.

Wie viele andere Menschen auch, war ich im Umgang mit einem schwerstbehinderten Kind unsicher und ein wenig hilflos – auch wenn mein Freund Jörg mich hat wissen lassen, dass ich mich „wacker geschlagen“ hätte.

Dennoch habe ich durch Gespräche mit seinem Vater und bei meinen viel zu seltenen Besuchen eine Ahnung davon bekommen, was es bedeutet, mit einem Kind wie Philip zu leben und welche großen Schwierigkeiten und Herausforderungen es im täglichen Alltag zu bewältigen gilt.

Ich hoffe, dass ich als Schirmherr meinen Teil dazu beitragen kann, viele Familien mit ähnlichem Schicksal zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, die Herausforderungen und Belastungen im Alltag mit einem schwerstbehinderten Kind zu meistern.

In diesem Sinne freue ich mich auf kommende Projekte und Aktionen mit dem gesamten Team und sage: „bis baldigst“

Jens Hajek

Der kommt Ihnen doch bekannt vor und Sie kommen nicht drauf woher? Finden Sie es heraus. Hier geht es zur Vita von Jens Hajek.