Elternumfrage zum Thema Familienurlaub

© Nadine Bauer

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Wir wollten wissen, was für einen Familienurlaub mit schwerstbehindertem Kind wichtig ist. 2012 haben wir Fragebögen unter Eltern in den Schulen der Blindeninstitute in Würzburg und München verteilt, unter deren Schülern auch schwer- und schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche sind. Von den 123 Eltern, die den Fragebogen ausfüllten, gaben 68 an, einmal im Jahr mit ihrem schwerbehinderten Kind zu verreisen, 20 selten und 35 nie.

Keine Erholung von der Pflege

Die meisten der 55 Eltern, die selten oder nie mit ihrem schwerbehinderten Kind verreisen, geben als Grund dafür an, dass sie einen gemeinsamen Urlaub zu anstrengend finden und Reisen zu beschwerlich. Das wurde zum Beispiel damit begründet, dass es dann keine Erholung von der Pflege gäbe und schon Transport und Anreise eine große Hürde darstellten, die den Erholungseffekt zunichte machten. Etwa die Hälfte dieser Eltern ist außerdem der Meinung, dass die Ausstattung von Hotels und Unterkünften nicht ihren besonderen Bedürfnissen entspricht. Bei einem Viertel spielt zudem Angst vor Diskriminierung am Urlaubsort eine Rolle.

Behindertengerechte Ausstattung und Entlastung bei der Pflege gewünscht

Auf die Frage, worauf es in einem gemeinsamen Urlaub ankommt, nennen dreiviertel aller Eltern eine rollstuhlgerechte Architektur und mehr als die Hälfte behindertengerechte Sanitärräume. Für etwa die Hälfte der befragten Eltern wären Pflegekräfte vor Ort eine Entlastung und Ärzte in der Nähe wichtig.

Auf die Idee, ein Feriendomizil zu gründen, das für die Bedürfnisse ihrer Kinder ausgestattet ist und so konzipiert, dass sich der Aufwand und die Belastung für die Eltern reduziert, haben viele Eltern positiv reagiert. Sie äußerten dazu jede Menge Ideen und Wünsche.

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