Archiv der Kategorie: Inklusion

Den Alltag meistern

Zweimal im Jahr schüttet das DRK Bad Vilbel die im Kleiderladen erwirtschafteten Erlöse an gemeinnützige Vereine aus. Wir haben uns im Herbst diesen Jahres um eine Förderung beworben und freuen uns sehr, dass wir so im DRK einen Förderpartner gewonnen haben, der es uns ermöglicht, im November ein Seminar für Eltern schwerstbehinderter Kinder anzubieten. Die Wetterauer Zeitung berichtet über unsere Arbeit und die Scheckübergabe durch Silke Zuschlag an unsere Geschäftsführerin Nadine Bauer.

 

Wünsch Dir was…Nils – ein Traum wurde wahr

Für den 10-jährigen Nils ging am vergangenen Wochenende sein größter Traum in Erfüllung. Gemeinsam mit seiner Familie durfte er einen Tag auf dem Hockenheimring verbringen und hinter die Kulissen des Porsche Sports Cup schauen.

Nils befindet sich nach einem schweren Unfall im Wachkoma, doch etwas ist ihm „von früher“ geblieben: seine Begeisterung für den unverwechselbaren Sound eines Porsche Motors. Hell leuchten seine Augen daher, als die ersten Autos dicht an seinem Rollstuhl vorbei fuhren. Er versuchte zu fokussieren, konzentrierte sich. Noch ahnte er nicht, dass er bald im Leading Car sitzen und eine Runde über die (zu diesem Zeitpunkt leere) Rennstrecke fahren würde.

Doch zuerst stand eine Führung durch das Fahrerlager auf dem Programm. In den Boxen liefen die Vorbereitungen auf die Rennen. Es wurde getestet, gemessen, geschraubt. Nils war bei all dem mittendrin. Angeregt lauschte er den Geräuschen. Menschen, die ihn lesen konnten, signalisierte er, dass er ganz in seinem Element war. Er konnte gar nicht genug bekommen von all den vielfältigen Eindrücken. Wurde einer der Rennwagen neben seinem Ohr gestartet, entlockt ihm das Geräusch ein glückliches Lächeln.  Weiterlesen

Buchtipp: Brief An Meinen Sohn

Über die Liebe zu einem behinderten Kind

„Brief an meinen Sohn“ ist ein spontaner und emotionaler Bericht über das Leben Manuel Bauers mit seinem Sohn, den er liebt. Eine berührende Nachricht aus der Randzone unserer perfektionierten Leistungsgesellschaft. Weiterlesen

Plädoyer einer Mutter für mehr Toleranz

Ist es egoistisch, wenn Eltern mit einem behinderten Kind ein Konzert besuchen? Die anderen Besucher könnten sich gestört fühlen. „Ich fürchte, viele von ihnen sind garnicht egoistisch genug.“ findet Birte Müller. Hier gehts zu ihrem Artikel im Hamburger Abendblatt.

Meine Freiheit foltert mich

Am elften Dezember 2014 sagt Sandra Schulz den Tod ihrer Tochter ab. Marjas Tod. Vermutlich wäre Marja morgens gestorben, um 7.30 Uhr im fünften Stock eines Hauses, das in einer Einkaufsstraße liegt. Aber Sandra Schulz wollte nicht, dass ihr „Kind blutiger Abfall ist und unten die Menschen Weihnachtsgeschenke einkaufen. Ich wollte ein wenig Würde, für mich und mein totes Baby. Auch wenn es bedeutet, dass der letzte Termin für einen chirurgischen Abbruch nun verstrichen ist.“ Jetzt muss sie Marja gebären, lebendig Ende Mai oder vorher tot, schreibt sie in ihrem heute bei Rowohlt erschienenen Buch „Das ganze Kind hat so viele Fehler“. Dieser Satz stammt nicht von ihr, er ist ein Zitat, dahingesagt von einem der vielen Ärzte, mit denen Sandra Schulz während ihrer Schwangerschaft zu tun hatte. Einer Schwangerschaft, die sie auskosten wollte. Ein bewegender Artikel in der F.A.Z. über ein noch bewegenderes Buch…

News Delphin Netzwerk Frühjahr 2017

Die Frühjahrs-Ausgabe der Zeitung des Delphin Netzwerks ist erschienen. Dieses Mal sind wir mit einem Beitrag über unseren Verein, unsere Projekte und exemplarisch den JungePflegeMonitor vertreten. Hier gehts zum eBook.

Bitte barrierefrei!

Donnerstag morgen. Wie immer zu spät dran. Zur Bahn gesprintet. Mist, mal wieder ist die Rolltreppe kaputt, also im Dauerlauf die Treppen runter. Auf den letzten Metern zur Arbeit noch schnell bei der Kette Deiner Wahl den Coffee to Go geschnappt und damit die Chance, halbwegs wach im Büro anzukommen. Das alles ist leider eine Utopie für Menschen, die mit Rollstuhl unterwegs sind. Für Euch sieht die Realität oft so aus: Der Aufzug zum Bahngleis ist seit Wochen kaputt, in das Café an der Ecke kommen alle rein, nur Ihr nicht, denn es scheitert an den drei Stufen. Vom Sprinten wollen wir mal garnicht reden…Passend zum heutigen Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung starten „Die Sozialhelden“ in Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation WHO die Kampagne MapMyDay. Hier geht es darum, so viele barrierefreie Orte wie möglich überall auf der Welt zu markieren, sodass mobilitätseingeschränkte Menschen es im Alltag leichter haben.